m.


morgen ist es soweit, ich steige in den zug und fahre nach aachen. jippieeh! ich freu mich schon. auf vanessa, auf’s zugfahren und auf ein bischen abwechslung in meinem leben.  das trübe wetter wird mich nicht abhalten. ich find’s schön, dass ich dahin kann. dank simon. der weiss immer, was ich brauche :)

ich denke auch an m., wo steckt der eigentlich? ich sehe ihn auf icq nicht mehr, und da fehlt mir immer was, wenn er nicht ab und zu online ist. irgendwann werde ich ihn ganz aus den augen verlieren.  mir graut es davor, aber was soll man machen… hätte er mich noch lieb und den kontakt nicht abgebrochen, wäre ich wohl nach göttigen gefahren. in gedanken fährt man auch mal kurz daran vorbei, sitzt auf seinem bett, guckt filme, hört sich gemeinsam punkplatten an und macht noch andere schöne dinge… tja, schade, dass das nicht mehr ist.

aber ich kann mich auch ohne ihn amüsieren, und morgen früh begebe ich mich auf meine kleine reise und werde viel spass haben.

es ist ein bischen schwierig, über das zu schreiben, was ich nun erzählen will. gerade heute, wo ich wieder als stalkerin dastehe, aber dazu sage ich mal nichts. was ich niederschreiben will, ist, dass ich m. nicht verstehe. als ich heute auf seine myspace-seite kam, sah ich sein neues profil-bild. es ist ein bild aus dem englischen garten, dass ich von ihm geschossen habe. genau wie das vorige, dass er benutzt hatte, das war auch von mir. die letzten monate/jahre hat er es nicht ausgewechselt, und ich hielt es für bequemlichkeit, er hatte eben keine lust, oder kein neues foto, was weiss ich… ich denke auch, es ist für ihn eben nur ein foto, und er bringt es wohl nicht mehr in verbindung mit mir, vielleicht ist es ihm gleichgültig, was in dem moment, in dem das bild geknipst wurde, war. für mich wäre es undenkbar, ein bild von jemandem, den ich nicht mehr mag, zu verwenden, aber er denkt da sicher praktischer…

für mich ist es ein foto, an dem erinnerungen hängen, schöne erinnerungen… damals sagte ich ihm noch, dass mir das bild gefällt… natürlich bilde ich mir ein, ihm liegt noch was an mir, an der zeit, sonst hätte er das foto doch nicht ausgewählt… dass er es überhaupt noch hat, ist verwunderlich… bilde dir nichts darauf ein, claudy, er denkt nicht an alte zeiten… und wenn doch?

es verunsichert mich, denn der gedanke, er könnte mich auch vermissen, an mich denken, macht mich traurig. er hat es mir gesagt, wie es ist, aber warum nimmt er dann nicht ein foto, dass seine neuen freunde von ihm geschossen haben?

das bedeutet wohl nichts, es ist nur ein foto. aber für mich, also in meiner welt, hat es eine bedeutung… und dafür möchte ich ihn am liebsten in den arm nehmen.

weihnachten ist so gut wie vorbei. es wurde gefressen, beschert, hier und dort geschimpft und rumgemault,  dieses jahr gab es zum ersten mal keinen tannenbaum (meine mutter hat geheult) und morgen geht alles wieder seinen gewohnten lauf.

ich habe viel geschlafen, die müdigkeit überkommt mich einfach, ob es am winter liegt oder daran, dass ich einfach zu dick und /oder krank bin, keine ahnung, aber das sandmännchen streut mir immer wieder sand in meine äuglein und dann lege ich mich hin und schlafe eine runde. zum beispiel als ich vorhin im bett lesen wollte. mehr als ein paar seiten schaffe ich nie, und schon fangen meine augen an sich anzufühlen wie blei, und ich lese die restlichen zeilen dann immer mit einem auge, das andere kneife ich zu, damit ich nicht gleich wegpenne. ich lese im moment übrigens „liegen lernen“ von frank goosen.  und ich habe ständig den eindruck, goosen schreibt über m.,  wie er die beziehungen, gedanken und handlungen des protagonisten helmut beschreibt, das passt wie die faust auf’s auge. wie er von einer frau zur nächsten rennt, sie anbaggert und mit ihnen ins bett geht, weil er das gefühl hat, er müsse mal wieder ein „erfolgserlebnis“  haben, wie er seiner freundin fremdgeht und als sie ihn fragt, warum er das getan habe, sagt „ist halt so passiert…“, das kommt mir alles so bekannt vor…  und dieses emotionslose rumgemache, von hier nach dort und von hü nach hott… tja, ist das nun der prototyp des mannes? ich empfinde einen leichten hass und auch ekel beim lesen, aber es ist auch so authentisch und banal beschrieben, so normal, wie das leben eben ist.  ich lese es mit einem gemischten gefühl, einerseits verachte ich diese art von mensch, andererseits zieht mich die geschichte aufgrund meiner eigenen erlebnisse an. man findet sich wieder, das macht das buch wohl aus. ich schätze, fast jeder wird sich diesem buch irgendwo wiederfinden. als frau kann man sich auf alle fälle bei diesem buch mit dem gedanken „beruhigen“ oder „trösten“, dass ja alle männer schweine sind und sie ja nix dafür können, wie sie nunmal sind… schwanzegsteuerte wesen.  aber so leicht kommen klischees bei mir nicht durch, leider.

ich weiss nicht, wie ich meine gefühle ordnen soll, habe ich eher mitleid mit m. oder verachte ich ihn dafür, dass er so ist, wie er ist? beides gefällt mir nicht besonders. mir wäre lieber ich würde gar nichts für ihn empfinden oder ihn einfach nur liebhaben. aber wenn schon beim lesen eines buches alte gefühle und erinnerungen hochkommen, was soll ich noch tun, um diese gefühle loszuwerden? mich erschiessen? ich kann auch den rest meines lebens im bett verbringen und gar nichts mehr tun, aber ich fürchte, selbst das wird nicht dazu beitragen, dass ich ihn vergesse.

nachmittags war ich übrigens am see, ein paar runden auslauf und frische luft schnappen. es war sehr eisig und jedesmal, wenn ich menschen begegnet bin, waren sie mindestens zu zweit unterwegs. bis auf eine alte dame.  alle hatten einen partner oder ein anderes familienmitglied oder freunde dabei. mir fiel das auf, weil ich, wenn ich spazierengehe,  immer alleine unterwegs bin. und ich würde auch nie jemanden fragen, ob er mitgeht, für mich ist es total normal, alleine spazieren zu gehen. aber so normal scheint das nicht zu sein. die wenigsten menschen gehen alleine spazieren. und wenn sie nur ihren hund dabei haben.

normalwerweise hätte ich traurigkeit empfinden müssen, aber viel schlimmer: ich war froh, dass ich alleine bin. mir macht das nichts aus, alleine zu sein. ist das ein grund zur sorge?

hatte ich auf einmal so eine panik davor, dass ich m. niemals mehr wiedersehen werde… angst hat mich gepackt, nur für ein paar sekunden hatte ich es so klar vor augen, dass mir nur noch ein gedanke durch den kopf schoss: ich will nicht mehr leben, wenn dem so ist. die vielen tage, nächte, stunden, minuten, die ich fest daran glaube, dass wir uns irgendwann nochmal begegnen werden, und dann diese plötzliche panik, dass es niemals dazu kommen wird… wenn lebensmüde menschen von einem tiefschwarzen abgrund reden, so stand ich gestern auch für ein paar sekunden davor. ich hatte solche angst!

zum glück hat mich meine phantasie wieder in mein bett gebracht, wo ich mich mit meinem tröstenden pooh und meinem buch ablenken konnte von dieser schrecklichen ahnung…

sit here on a grey rainy novemberday in my one-room-appartement in gera/germany and enjoy this wonderful music.thanx for it.for tomorrow i wish rain again and again and again…

ist das nicht süss? das hat der thekenmann bei einer band hinterlassen, die ganz langsame, traurige musik macht. für sowas bin ich ja extrem anfällig, wenn ich mir vorstelle, er sitzt da in seiner bude alleine rum und hört diese musik… hach, jetzt denke ich doch gleich, er ist einsam und traurig darüber, genau wie ich, und es war schicksal, dass wir uns begegnet sind…

aber das dachte ich bei m. auch :( und jetzt braucht er mich kein bischen mehr.  was hatte der mich vollgejammert, wie einsam er sei, und dass ich so eine liebe bin, und wie er nach der arbeit immer sofort mit mir am skypen war, um meine stimme zu hören, und er hat manchmal sogar zu essen und trinken vergessen, wenn wir stundenlang gequatscht haben… ich auch, ich hatte nicht mal mehr hunger, essen war so unwichtig geworden…

und plop – auf einmal hat er mich nicht mehr gebraucht. und ich wurde einfach mal so von heute auf morgen aus seinem leben gestrichen. gestern war ich seine engste bezugsperson und heute bin ich für ihn gestorben.

wenn man einmal etwas hatte, ist es schwer, in zukunft wieder darauf zu verzichten.  ich muss akzeptieren, dass ich nur wieder träumen darf und nicht anfassen. das ging doch die 20 jahre, bevor m. kam, auch. das war eine einmalige sache, in mein bett wird sich niemand mehr verirren. es wird auch niemand mit mir kuscheln oder mir den zeh lutschen. schon gar nicht der thekenmann. schlag dir den auf dem kopf, der steht nicht auf dicke.

man kommt sich so furchtbar doof vor, wenn man jemanden anziehend findet. das fleisch ist schwach… warum muss man denn unbedingt jemandem nah sein? warum will man das immer und immer wieder? wer hat sich das ausgedacht… verdammte triebe, ich will das nicht haben. das ist doch scheisse, man verirrt sich nur in gefühlswirrwarr und ist hinterher doch wieder allein. ich will aber nie mehr allein sein, wenn ich einmal jemanden gefunden habe, der an meiner seite ist… wen ich liebhabe, gebe ich nicht so schnell wieder her…

dieses gefühl ist unerträglich. das gefühl, ich müsste irgend etwas tun, ihm mein interesse zeigen… würde irgendjemand auf dieser welt an mich denken und sich wünschen, mich kennenzulernen, wie traurig wäre es, wenn ich davon nichts erfahren würde? wie traurig wäre es, wenn sich dieser jemand nicht traut, mit mir kontakt aufzunehmen? das wäre doch dramatisch, und ich glaube, in meinem noch so törichten gedanken immer noch, eine klitzekleine chance bestünde, dass mich jemand auch lieb haben könnte… vielleicht gibt es da draussen jemanden, ja vielleicht ist er derjenige, und wenn man nun aus feigheit seine chance verpasst, was dann?

dann wäre man doch ein narr!

heute habe ich geträumt, dass m. wieder im laut-forum war. er hatte in einem (nicht existierenden) geburtstagsthread von mir gepostet. ich konnte zudem sehen, dass er mich auf ignore hat. was für ein mist ich doch manchmal träume. seltsam vor allem, dass m. darin vorkam, zumindest ging es um ihn. und das gefühl ist immer das gleiche, sehr unbehaglich und traurig fühlt sich das an.

bin ich nicht schon längst bei einem anderen mann in gedanken? mein unterbewusstsein wohl nicht. da sitzt immer noch m. und rührt sich nicht von der stelle… selbst wenn man denkt, man hätte jemanden schon lange losgelassen, das unterwusstsein lässt sich eben nicht täuschen.

ich möchte keine träume mehr haben, die etwas mit m. zu tun haben. das wühlt mich jedesmal so auf. ich will endlich ruhe haben.

dieser husten ist so zähe, der will einfach nicht weggehen. mein hals tut schon wieder so weh von der anstrengung. seit 2 wochen kämpfe ich nun schon mit diesem scheiss. das kommt davon, wenn man sich, anstatt sich auszuruhen und genug schlaf zu bekommen, auf tour rumhängt. nicht genügend schlaf, stress und dann noch in raucherclubs herumsitzen scheint nicht gerade bei der genesung zu helfen. normalerweise ist so ein husten bei mir nach paar tagen wieder weg. trinke jetzt heissen erkältungstee und hoffe, die schmerzen etwas zu lindern. in den letzten jahren habe ich immer öfter solche infekte, das finde ich gar nicht gut. ich dachte,  mit zunehmendem alter werden die erkältungen weniger. zum singen müssen die atemwege tiptop sein. und mein linker zeigefinger ist zwar momentan schmerzfrei, aber so ganz fit ist der auch nicht mehr. ich knackse ja ganz gerne mal mit den gelenken, und wenn ich das mache, tut er wieder weh. auch nicht so toll wenn man gitarre spielen muss. oder will, wie auch immer.  mein körper altert so vor sich hin. und das mit 35. so langsam muss man sich um erstzteile bemühen, oder wie. ist mir ein rätsel wie man mit 70 oder sogar 90 noch gehen kann, sehen, hören oder sonstwas. tja bei dem einen kommt’s früher, beim anderen halt später.

mache mir schon wieder gedanken um m., denke, dass ich ihn wohl sehr verletzt haben muss… aber wieso mache ich mir vorwürfe? irgendwas läuft da schief… müsste es nicht andersrum sein?  während mir alles leid tut was ich ihm jemals an den kopf geworfen habe, flirtet er mit irgendwelchen girls, hat mich längst vergessen und ich, ausgerechnet ich, denke mir, was ich alles falsch gemacht habe?

dieser thekenmann, selbst so eine kleine schwärmerei fühlt sich mies an. sollte man sowas nicht geniessen? ich bin ein freier mensch und kann träumen von wem ich will. aber ich fühle mich schäbig dabei. als ob ich fremdgehe in gedanken. ich liebe m. doch gar nicht. warum fühlt es sich aber so an als ob ich ihn hintergehe? ich möchte nicht wissen, wie viele frauen inzwischen schon wieder an seiner nudel dran waren, und ich habe gewissensbisse, wenn ich einen mann nur niedlich finde. tja vielleicht tue ich ihm unrecht, und er ist gar nicht so. aber was er damals so von sich gegeben hat, naja, er klang nicht gerade nach einem kind von traurigkeit, was das anbelangt. aber was rede ich da eigentlich, ist es mir nicht egal, was er mit wem und wieviel und überhaupt? es IST mir egal. genau dass hat ihn abgeschreckt. ich wirke immer als ob ich jemanden besitzen will. warum bin ich so? ich sollte mal einen kurs belegen, in dem man lernt wie man sich so gibt, dass andere es auch so verstehen, wie man es meint. vielleicht bin ich auch ein wenig dominant, aber nicht so, dass sich jemand eingeengt fühlen müsste.

ach was das ist alles käse. ich sollte aufhören nachzudenken. und mich mit einem netten mann vergnügen.  der haken ist bloss der, dass ich keinen abkriege. das ist eine tatsache. perverse und männer, die seit jahren keine frau mehr angefasst haben, zählen nicht. im grunde war m. ja auch verzweifelt. ich frage mich immer noch, ob er sich vielleicht geekelt hat vor mir. vor diesem wabbligen, unförmigen celluliteberg. und dann war ich nicht mal geil, sondern total gelangweilt. irgendwie kein wunder, dass er weg ist. und kein anderer mann wird mich jemals haben wollen. aber selbst das ist egal. ich kann es mir selbst machen. und kuscheln werde ich dann eben mit pooh. der wird niemals rumzicken weil ich ihn zu dolle knuddle und es mir auch nicht nachtragen, wenn ich ihn einfach mal in der ecke liegen lasse. ich darf meine 99 cent-slips anziehen und muss mir keine gedanken machen, dass ich nicht sexy genug bin.

schon scheisse wenn man sich selbst so ins abseits stellt, das man das nicht haben kann, was man gerne haben möchte.

könnte nicht wenigstens der husten weggehen? mehr als gesund sein will ich ja gar nicht. naja doch, morgen würde ich gerne im lotto gewinnen, damit ich mit meinem schwesterchen shoppen gehen kann, billiard spielen, mädchengespräche führen, ins kino und zum tanzen gehen kann, die küche in ein chaos verwandeln, um ein leckeres essen zuzubereiten, jungs ärgern und anflirten und noch viele andere sachen, die unheimlich spass machen. tja das wäre schön. und auch wenn ich morgen keinen 6er im lotto habe, irgendwann machen wir das mal.

aber bei all dem gejammer. mir geht’s doch prima. ich kann allein sitzen, stehen und scheissen, brauche keinen, der mich füttert, was will man mehr…

eigentlich wollte ich ja erzählen, wie es war. aber im moment ist mir einfach nicht nach lustigen konzertberichten zumute. nur soviel, mein gig war toll, ich hab super komplimente bekommen und darf  gerne wiederkommen. ich verstehe die leute nicht. einerseits werde ich gemieden wie eine schmeissfliege und andererseits bekommen die menschen eine gänsehaut, wenn sie mich singen hören, und fühlen sich in meiner musik wohl. ganz normal, oder. ein künstler ist als mensch immer eine niete, als künstler ist er toll. ist das nicht traurig?

was mich aber so traurig macht, ist die tatsache, dass ich wohl nicht mehr mitfahren werde, auch in zukunft nicht. ich kann keine 3 oder sogar 4 starken raucher im auto ertragen. mag für viele und vor allem für raucher total überzogen klingen, aber ich merke schon nach 2 tagen, wie kurzatmig ich bin. meine lunge fühlt sich total scheisse an. und als ich heute morgen im bett lag, habe ich mich gefragt, warum mein herz so schnell geht. kommt aber wohl vom nikotin. und ich bin weissgott keine zimperliese. aber ich bin eh schon übergewichtig und brauche mein herz noch (fragt sich nur, für wen…) wenn man innerhalb von 2 oder 3 stunden etwa 20-30 zigaretten passiv inhalieren muss, fühlt man sich eben nicht besonders gut danach. weiss nicht, wieso die soviel rauchen, aber ich pack das nicht mehr. mein bruder sagt, es geht nicht anders. und er sagt, „das geht schon“, mit dem rauchen. er nimmt mich nicht erst. und die anderen lassen sich das sicher auch nicht verbieten. und das bedeutet wohl für mich, das ich nie wieder mitfahren werde. man könnte meiner meinung nach zwar auch raucherpausen machen, aber wenn die jungs dann alle 10 minuten stehen bleiben müssen, um zu qualmen, kommen wir wohl nie an.

tja, dann goodbye tourleben. ich liebe es, aber meine gesundheit ist mir dann noch ein winziges stück wichtiger.

aber ein gutes hat das ganze ja: ich muss nicht mehr versuchen, zwanghaft nett zu gucken, wenn ich cd’s verkaufe. neulich hatte sich jemand „beschwert“, dass ich so unmotiviert dasitze und böse gucke, und man würde sich gar nicht trauen, zu mir zu gehen. so wurde mir das erzählt. haha. naja diese person konnte nicht wissen, dass meine lieblingskatze in der woche verstorben war. vielleicht hätte ich trauerkleidung tragen müssen, damit man das versteht. aber ich gucke ja immer so böse. irgendwie finde ich es fast lustig, dass die leute angst vor mir haben. ich habe wohl eine sehr negative ausstrahlung. tja, ich bin eben keine grinsekatze und gute-laune-verbreiterin. als verkäuferin eigne ich mich daher eher weniger. wird zeit, dass die jungs sich ‘ne hübsche, freundliche merchandiserin suchen. eine, die raucht.

geweint habe ich aber auch vorgestern schon. man wird so sensibilisiert nach einem auftritt. und als ich da so lag mit pooh in meinem arm, musste ich an m. denken. wie er das erste mal bei mir war, mit dem kopf auf meinem bauch lag und sagte, er wolle nicht nach hause fahren. wie ich ihm durch die haare gewuschelt habe. und wie mitfühlend und glücklich zugleich ich war. was gibt es schöneres, als wenn jemand dir sagt, er wäre lieber bei dir als zuhause? ich habe lange nicht mehr geweint wegen ihm, aber da kamen ein paar tränen. und auch heute nach dem aufwachen waren da wieder diese bilder, diese worte. wie er neben mir lag und sagte, er habe mich lieb. einfach so. jedesmal werde ich traurig, wenn ich an diese momente denke. wenn die bilder so klar in mein gedächtnis zurückkommen.

tja und wie das so ist, wenn ich mal klare ansagen mache, kommt man mir dann doch ein bischen entgegen. mein bruder rief eben an und meinte, sie werden sich in zukunft einschränken und auch pausen machen. ich zweifle, ob das wirklich so klappt, wie ich es mir wünsche.

m. hat jetzt wohl doch eine freundin. damals, als er mir das in der mail geschrieben hatte, war es eine lüge. da hing er ja jeden abend am pc. aber jetzt ist er kaum noch online. urlaub hatte er ja erst, also wird er wohl jemand haben. ich würde nicht behaupten dass ich mich für ihn freue, aber ich bin nicht traurig, ich bin eher erleichtert, dass er jemanden hat. also wenn meine vermutung denn stimmt… aber doch, ja, wird schon so sein, und ich finde es gut so.

der andere m., also schnuffel, schreibt gerade seine diplomarbeit. hab ich zufällig gelesen. auch toll! noch einer weniger, um den ich mir sorgen machen brauche. der hatte sich bei mir als loser vorgestellt, sich immer so bezeichnet, und was nun? er wird also keine alkoholiker-karriere machen und kann in zukunft wohl auch eine familie ernähren. seine grössten ängste wären somit beseitigt. dann findet er sicher auch seine traumfrau und alles wird so, wie ich es ihm schon vor 5 jahren prophezeit habe.

und m., also der andere wieder, der wird auch seinen weg gehen. diese ganze heulerei von wegen er wird es zu nichts bringen und einsam sein leben fristen, wird nicht zutreffen. in einem jahr ist auch er mit seiner ausbildung fertig und auch er wird eine freundin oder frau haben, eher frau, denn er wird heiraten, da wette ich drauf. allein schon weil er solche angst hat, im alter allein sein zu müssen.

ach was lerne ich immer für menschen kennen. die sich bei mir ausweinen, weil sie sich für versager halten, denken sie seien freaks und dann doch ein stinknormales leben führen. ich möchte die beiden in zehn jahren mal sehen. und werde darüber lachen, wie ich jemals auch nur eine sekunde denken konnte, dass die ihr leben mit mir teilen wollten :D das ist sogar jetzt schon lachhaft.

ich lache jetzt schon, mit dem herzen. die sache mit m. ist wohl ausgestanden. es fühlt sich so… leicht an. freue mich vielleicht doch für ihn. und für schnuffel freue ich mich auch, wenn er es schafft.

war wohl weniger dabei, als uns der liebe gott zähne gegeben hat. wozu kommen weisheitszähne, wenn sie nicht ins gebiss passen?

ich habe hinter meinem unteren linken weisheitszahn leichte schmerzen, fühlt sich an als ob da was entzündet wäre. da sieht man aber nichts. wenn ich den mund bewege oder mit den backentaschen rumspiele, spürt man was. auch beim schlucken spüre ich es. das soll ja sehr gefährlich sein, wenn sich da was entzündet, man kann sogar kieferklemme bekommen. wahrscheinlich hat der zahn dort so wenig platz und ich kaue ständig auf dem zahnfleisch herum, vielleicht knirsche ich auch während dem schlafen mit den zähnen.

apropos schlafen. das einschlafen fällt mir immer noch schwer. ich wollte mich ja nie mehr verlieben, aber zur zeit wünschte ich mir fast (aber nur fast), mich neu zu verlieben, in jemanden, der m. verdrängt. langsam wird das lästig, diese bilder, die immer wieder hochkommen. ich weiss zwar nicht ob ich diese bilder vergesse wenn ich einen neuen habe, von dem ich träumen kann, aber ich fühle mich nicht gut damit. so sollte mein erstes mal mit einem mann nicht sein, dass man nur noch negative gefühle dabei hat.

ist vielleicht ein komischer vergleich, aber m. ist sowas wie mein weisheitszahn geworden. mein entzündeter. irgendwie lästig, aber doch da…

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